Kehlkopfkrebs kann unter anderem zu Heiserkeit und Schluckbeschwerden führen. Aber ist er auch von außen tast- und sichtbar? Das erfahren Sie hier.
Rund 3.200 Personen in Deutschland erhielten im Jahr 2020 die Diagnose Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom) – darunter vor allem Männer. Der Hauptrisikofaktor für die Erkrankung ist langjähriges Rauchen. Übermäßiger Alkoholkonsum erhöht ebenfalls das Risiko dafür, dass sich im Kehlkopf ein bösartiger Tumor entwickelt.
Von außen sichtbar ist Kehlkopfkrebs normalerweise nicht, schon gar nicht in frühen Stadien. Dennoch kann es äußere Hinweise auf Kehlkopfkrebs oder auch eine andere Krebserkrankung geben.
Zu Beginn und im Verlauf einer Kehlkopferkrankung tritt – wenn überhaupt – nur ein sichtbares Symptom auf: geschwollene Lymphknoten am Hals.
Veränderte Lymphknoten können zwar ein mögliches Anzeichen einer bösartigen Erkrankung wie Kehlkopfkrebs sein. Meist haben sie jedoch andere Ursachen. Sicherheitshalber sollten Betroffene das Symptom jedoch ärztlich abklären lassen, wenn es länger anhält – spätestens nach einem Monat.
Nur wenn Kehlkopfkrebs sehr weit fortgeschritten ist, könnte der Tumor in seltenen Fällen von außen sichtbar werden. Ein charakteristisches Symptom ist dies jedoch nicht.
Äußere Anzeichen sind also nicht typisch für Kehlkopfkrebs. Vielmehr stehen normalerweise andere Beschwerden im Vordergrund. Welche, hängt unter anderem von der Lage und dem Stadium der Erkrankung ab.
Während Krebs im Bereich der Stimmlippen (in der Mitte des Kehlkopfs) etwa häufig mit Heiserkeit, Halskratzen oder Räusperzwang einhergeht, äußert sich ein Tumor im oberen Kehlkopfbereich eher durch Schluckbeschwerden oder dem Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben. Krebs unterhalb der Stimmlippen bleibt oft längere Zeit unentdeckt und führt erst ab einer gewissen Größe zu Beschwerden wie Heiserkeit oder Atemproblemen.
Ausführliche Informationen zu den möglichen Symptomen von Kehlkopfkrebs und welche Funktion der Kehlkopf erfüllt, lesen Sie hier.