Liveticker zu Nahost & Syrien: Bibas-Familie in Israel beigesetzt

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Vertreter Israels werden nach Angaben des US-Sondergesandten Steve Witkoff in Kürze zu Gesprächen über die zweite Phase des Waffenruhe-Abkommens für den Gazastreifen erwartet. „Wir machen viele Fortschritte”, sagte Witkoff am Dienstag bei einer Veranstaltung des Amerikanisch-Jüdischen Komitees in Washington. „Israel schickt in diesem Moment ein Team.“
Die Gespräche fänden „entweder in Doha oder in Kairo statt”, sagte Witkoff. Ägypten und Qatar seien wieder an den Verhandlungen beteiligt. Die beiden Länder und die USA hatten im Januar in einem außergewöhnlichen Fall der Zusammenarbeit zwischen der Regierung des damaligen US-Präsidenten Joe Biden und dem Team seines Nachfolgers Donald Trump nach monatelangen Verhandlungen ein Abkommen über eine Waffenruhe im Gazastreifen vermittelt. 

Im Zuge der seit dem 19. Januar geltenden Vereinbarung hat die Hamas bislang insgesamt 25 lebende und vier tote Geiseln an Israel übergeben, im Gegenzug kamen mehr als 1100 Palästinenser aus israelischer Haft frei. Die Einigung sieht vor, dass die erste Phase des Abkommens am Samstag endet. Die Verhandlungen über den weiteren Verlauf der Waffenruhe sollten eigentlich bereits Anfang Februar beginnen.

Witkoff erläuterte, der Schwerpunkt der neuen Gespräche werde darauf liegen, „Phase zwei auf den Weg zu bringen und weitere Geiseln freizulassen – und wir halten das für eine realistische Möglichkeit”. Er selbst werde „vielleicht“ an den Verhandlungen am Sonntag teilnehmen, „wenn es gut läuft”. Zuvor hatte er angekündigt, noch in dieser Woche in die Region zu reisen.