Sie tanzt bei “Let’s Dance”
Christine Neubauer: “Das hat mich echt aufgeregt”
28.02.2025 – 12:30 UhrLesedauer: 2 Min.
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Seit einer Woche heißt es bei RTL wieder: “Let’s Dance”. Dieses Mal ist auch Christine Neubauer dabei. Die Schauspielerin hat für das Format anspruchsvolle Ziele.
Mit ihren 62 Jahren entspricht Christine Neubauer nicht gerade dem Altersdurchschnitt bei “Let’s Dance”. Das ist der Münchnerin auch bewusst. Und es spornt sie an. In dem Podcast von Barbara Schöneberger, “Mit den Waffeln einer Frau”, sagte sie: “Wenn ich gewinnen sollte, wäre ich die älteste ‘Let’s Dance’-Gewinnerin weltweit.” Deswegen möchte sie gern so lange wie möglich dabei bleiben.
Sie hoffe dabei auf das Publikum und fleht es an, für sie abzustimmen. Überhaupt bereite es ihr schon große Sorgen, wie sie von den Zuschauern bewertet werden könnte. “Es kann ein Liebesbeweis sein oder eben ein Nicht-Liebesbeweis”, orakelt sie. Die Bewertung durch die Jury hingegen mache ihr nichts aus. “Als Schauspielerin bin ich kritik- und leidensfähig”, versichert sie. Es sei daher kein Problem für sie, falls das Urteil der Juroren auch mal negativ ausfällt.
Ein weiterer Faktor, der bei der Tanzshow nicht unterschätzt werden darf, ist laut Neubauer ihre Verfassung. “Dann musst du auch noch beten, dass dein Körper da mithält”, sagt sie. Sie würde sich selbst als fit einschätzen, besser jedenfalls als die Altersmarke. Ihr Muskelapparat sei “ganz gut”. Obwohl sie für verschiedene Rollen bereits Tanzerfahrungen gesammelt habe, sei das, “was da auf mich zukommt, Woche für Woche, eine ganz andere Hausnummer”.
“Let’s Dance” sei ein Leistungssport. Damit gehe auch ein unheimlicher Druck einher. Es falle ihr selbst manchmal schwer, loszulassen und den “Druck in Freude” umzuwandeln. Wenn ihr das aber gelingen sollte, “dann fliege ich”, so Neubauer. Trotzdem ist ihre Devise: “Wenn ich etwas mache, dann mache ich es ganz oder gar nicht.” Sie wolle dabei aber auf keinen Fall verbissen sein, denn das findet sie “grauenvoll”. In jedem Fall schätze sie das RTL-Format als “lebensverändernd” ein. Das Training würde ihrem Körper auch nachhaltig etwas bringen.
Ihr Aussehen ist für Neubauer schon ihr ganzes Leben lang Thema, auch wenn es oft von Außen als wichtiger deklariert wurde, als es für sie selbst war. Ihre Figur, die ihren Aussagen zufolge eigentlich immer sehr gut in Form und sehr fit war, wurde oft von anderen bewertet. Sie wurde stets als die “dralle Bayerin” gesehen und betitelt. “Ich fand drall beleidigend”, sagt sie. “Das hat mich echt aufgeregt.”
Auch Barbara Schöneberger, mit der Neubauer das Gespräch führt, hat so ihre Erfahrungen gemacht. Sie sei immer “die Dicke vom Dienst” gewesen, und das mit einer Kleidergröße von 38. Das Fernsehen lasse einen immer beleibter aussehen. Die Leute seien dann oft erschrocken, wenn sie sie in Wirklichkeit sehen würden.
Neubauer fühlt sich jedenfalls wohl in ihrem Körper, betont sie. Es gehe ihr besser, wenn sie fit sei. Deswegen achte sie auf sich. Wenn sie heute jemand als “drall” bezeichnen würde, ärgert sie sich nicht mehr. “Jetzt stehe ich da total drüber. Ich finde es witzig. Ich lache dann”, sagt sie.