Mats Hummels’ Mutter: Für Fußballfans keine Unbekannte

4

Schon gewusst?

Das ist die bekannte Mutter von Mats Hummels


Aktualisiert am 28.02.2025 – 13:49 UhrLesedauer: 3 Min.

imago 40147358Vergrößern des Bildes

Mats Hummels und Mutter Ulla Holthoff sitzen im Mai 2019 als Zuschauer auf der Tribüne der BMW Open in München. (Quelle: imago)

Mats Hummels kennt vermutlich so ziemlich jeder Fußballfan, aber auch seine Mutter Ulla Holthoff ist keine Unbekannte. Woher Sie sie kennen können, erfahren Sie hier.

Sport gehört in der Familie Hummels seit jeher zum Alltag. Das berühmteste Familienmitglied ist Mats. Der Ex-Nationalspieler (78 Länderspiele) gehörte über viele Jahre zu den besten deutschen Innenverteidigern und feierte 2014 mit dem Weltmeistertitel seinen größten sportlichen Erfolg. Sein Bruder Jonas schaffte es als Aktiver in die 3. Liga, wo er für die SpVgg Unterhaching spielte. Seit 2016 ist er als Experte und Co-Kommentator beim Streamingdienst Dazn tätig. Darüber hinaus betreiben die Hummels-Brüder seit 2019 gemeinsam den Sport-Podcast “Alleine ist schwer”.

Nicht nur Mats und Jonas Hummels sind sportlich unterwegs, sondern auch ihre Eltern. Vater Hermann war als Fußballtrainer aktiv. Beim FC Bayern München war er von 1995 bis 2012 als Nachwuchskoordinator tätig, davor trainierte er in der Saison 1994/95 den FSV Mainz 05. Mutter Ulla spielte bei SC Rote Erde Hamm erfolgreich Wasserball, studierte Sportwissenschaften und wurde Sportjournalistin.

Nach einem Volontariat und einiger Zeit im Printjournalismus erhielt Holthoff 1989 ein Angebot des ZDF. Dabei wollte sie nie zum Fernsehen, wie Holthoff 2014 in einem Interview mit der “Süddeutschen Zeitung” erklärte: “Die Branche erschien mir immer zu oberflächlich und von Eitelkeit geprägt.” Im Jahr 1990 kommentierte sie für das “ZDF-Sportstudio” als erste Frau ein Fußballspiel im deutschen Fernsehen. In einer Zeit, als der Fußball eine absolute Männerdomäne war, war dies ein Meilenstein.

Ein Kollege soll sie einst gefragt haben, ob sie eigentlich ihren Mann zu den Fußballspielen mitnehmen würde, da sie ja schließlich doch bestimmt keine Ahnung von der Materie habe. Wie sie sich damals dennoch den Respekt der Kollegen verschafft hat, erklärt sie gegenüber “turi2”: “Das war nicht schwierig. Ich bin eher der sportliche Typ und habe darauf verzichtet, mich wie eine Püppi zu kleiden. Außerdem wusste ich unglaublich viel über den Sport.”

1994 gehörte Holthoff nicht zum Team bei der Weltmeisterschaft in den USA und vermutete einen frauenfeindlichen Hintergrund. Infolgedessen entschied sie sich, den Arbeitgeber zu wechseln und heuerte noch im selben Jahr als Fußball-Chefin beim Deutschen Sport-Fernsehen (DSF/Anm.d.Redaktion: heute “Sport1”) an. Dort entwickelte sie zwei Formate, die den Sender prägen sollten. Zum einen “LaOla”: Eine Sendung mit der Zusammenfassung der wichtigsten europäischen Ligaspiele des Wochenendes. Zum anderen den “Doppelpass”: Der Fußball-Stammtisch am Sonntagvormittag gehört seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil des Senders.

Um die Schöpfung des “Doppelpass” gab es unterschiedliche Auffassungen. Holthoff machte im Jahr 2020 in einem Interview mit der Medienplattform “turi2” ihren Standpunkt deutlich: “Und ja, den ‘Doppelpass’ habe ich ins Leben gerufen – auch wenn das in der Jubiläums-Sendung zur 1.000. Folge überraschenderweise anders dargestellt wurde.”

Nach vier Jahren überwarf sich Holthoff mit der neuen Geschäftsführung des DSF und verließ den TV-Sender, um sich 1999 der SpVgg Unterhaching anzuschließen. Beim damaligen Bundesligisten leitete Holthoff die Presseabteilung. Nach dem Abstieg des Vereins im Jahr 2001 zog es Holthoff zum Bayerischen Rundfunk, wo sie ihre berufliche Heimat fand.

Zurück im deutschen Fernsehen betreute Holthoff zunächst die Wintersport-Sendungen in der ARD, ehe sie die Verantwortung für die “Blickpunkt Sport”-Sendung am Samstagnachmittag übernahm. Mehr als 20 Jahre bleibt Holthoff dem BR treu.