DSV-Trainer Horngacher nach Wellingers WM-Silber erleichtert

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Erster Schritt aus der Krise?

Skispringer erleichtert: “Ein extremer Stein runtergefallen”

03.03.2025 – 10:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Stefan Horngacher: Der deutsche Skisprung-Bundestrainer stand zuletzt in der Kritik.Vergrößern des Bildes

Stefan Horngacher: Der deutsche Skisprung-Bundestrainer stand zuletzt in der Kritik. (Quelle: nordphoto GmbH / Hafner/imago-images-bilder)

Die deutschen Skispringer steckten zuletzt tief in der Krise. Bei der WM schaffte Andreas Wellinger jedoch den Befreiungsschlag. Auch der Bundestrainer ist erleichtert.

Skispringer Andreas Wellinger hofft nach seinem Silber-Coup auf weitere Überraschungen in der zweiten WM-Woche. Sein zweiter Platz und der vierte Rang durch Karl Geiger seien “eine Befreiung für das gesamte Team”, sagte der 32-Jährige in Trondheim: “Und ich bin mir sicher, dass wir auch auf der großen Schanze weit fliegen können.”

Den Stellenwert seiner schon sechsten WM-Medaille könne er “wahrscheinlich erst in ein paar Wochen bewerten”, sagte der zweimalige Olympiasieger. Fest stehe jedoch: “Wir haben zuletzt zwei extrem harte Monate gehabt. Daher ist das eine sehr, sehr schöne Silbermedaille.”

Die DSV-Adler hatten nach einem starken Saisonstart zuletzt regelmäßig die Top 10 verpasst, zu einem Podestplatz hatte es im Jahr 2025 noch gar nicht gereicht. “Als wir mit Füßen getreten wurden, habe ich gesagt: Schreibt uns nicht ab”, sagte auch Geiger: “Das sollte man nie tun, denn wir haben eine gute Qualität im Team.”

Geiger stellte sich ausdrücklich hinter Bundestrainer Stefan Horngacher, an dem es zuletzt teils deutliche Kritik gegeben hatte. “Es ist unglaublich wichtig für das Team, wenn die harte Arbeit belohnt wird. Da muss ich auch die Trainer in Schutz nehmen. Die machen sehr, sehr gute Arbeit”, sagte der Oberstdorfer.

Auch Horngacher selbst war sichtbar erleichtert. “Es ist ein extremer Stein runtergefallen”, sagte der Österreicher. “Wir haben zuletzt so viel probiert und versucht, uns nicht rausbringen zu lassen. Dass es so aufgeht, ist natürlich Spitzenklasse. Skispringen geht schnell nach oben und schnell nach unten – Gott sei Dank. Wir haben die richtigen Schlüsse aus dem Einbruch gezogen.”

Für Wellinger, Geiger und Co. steht nun der Wechsel auf die Großschanze an, dort gibt es im Mixed (Mittwoch), Team (Donnerstag) und Einzel (Samstag) noch drei Wettkämpfe. “Wir können da jetzt mit einem breiten Kreuz auftreten. Wir haben eine Medaille, die kann uns keiner wegnehmen. Und auf der großen gibt es nochmal drei zu holen”, sagte Geiger.