Union Berlin geht nächsten juristischen Schritt

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Nächster juristischer Schritt

Skandalspiel: Union reicht Klage beim Schiedsgericht ein

26.03.2025 – 19:47 UhrLesedauer: 1 Min.

Bochums Torwart Patrick Drewes beim Spiel gegen Union Berlin (Archivbild): Er wurde von einem Feuerzeug getroffen.Vergrößern des Bildes

Bochums Torwart Patrick Drewes (2.v.l.) beim Spiel gegen Union Berlin (rechts Kevin Vogt): Er war von einem Feuerzeug getroffen worden. (Quelle: IMAGO/Contrast)

Das DFB-Sportgericht und auch das Bundesgericht hatten das Spiel zwischen Union und Bochum nach einem Feuerzeugwurf mit 2:0 für den VfL gewertet. Nun ziehen die Berliner vor die nächste Instanz – außerhalb des DFB.

Union Berlin geht wie angekündigt gegen die Wertung der Partie gegen den VfL Bochum juristisch vor. Wie der Bundesligist am Mittwoch mitteilte, wurde “fristgerecht” Klage beim Vorsitzenden des Ständigen Schiedsgerichts für Vereine und Kapitalgesellschaften der Lizenzligen eingereicht.

Der Klub will damit die Urteile des DFB-Sportgerichts vom 9. Januar und des DFB-Bundesgerichts vom 28. Februar für unwirksam erklären lassen. Beide Instanzen hatten die Begegnung des 14. Spieltags nach dem Feuerzeugwurf mit 2:0 für Bochum gewertet.

Union hatte bereits gegen die sportgerichtliche Entscheidung Einspruch eingelegt. Ausgangspunkt war ein Vorfall am 14. Dezember: In der Schlussphase der Partie wurde Bochums Torhüter Patrick Drewes von einem Feuerzeug getroffen, das aus dem Union-Block geworfen worden war. Das Spiel war ursprünglich 1:1 ausgegangen. Nach einem Einspruch des VfL wurde das Spiel nach einer mündlichen Verhandlung neu gewertet – zugunsten der Bochumer.

Das DFB-Bundesgericht bestätigte das Urteil und bildete damit die letzte Instanz innerhalb des Verbands. Mit der nun eingereichten Schiedsklage beschreitet Union den nächsten juristischen Schritt außerhalb der DFB-Strukturen.