Emanuela Maccarani wegen Missbrauchsvorwürfen gefeuert

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Angeblich “ohne Vorwarnung”

Erfolgstrainerin wegen Missbrauchsvorwürfen gefeuert

27.03.2025 – 14:12 UhrLesedauer: 1 Min.

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Emanuela Maccarani: Sie war früher selbst im Nationalteam. (Quelle: IMAGO/Fabrizio Carabelli/imago-images-bilder)

In Deutschland beschäftigt sich die Turnszene aktuell mit einem Skandal. In Italien gibt es nun in der Rhythmischen Sportgymnastik Aufregung.

Seit den schweren Missbrauchsvorwürfen von deutschen Turnerinnen und Ex-Athletinnen Ende des vergangenen Jahres beschäftigt der Turnskandal Deutschland und es gibt Ermittlungen. Auch in Italien finden solche nun statt. Zudem wurde die technische Direktorin und Cheftrainerin der Rhythmischen Sportgymnastik, Emanuela Maccarani, freigestellt. Das gab der Verband am Mittwoch bekannt.

Seit 2022 kursieren Missbrauchsvorwürfe gegen Maccarani – auch die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits gegen die Trainerin. In einem Buch beschreibt die frühere Athletin Nina Corradini, wie die Trainerin Sportlerinnen unter anderem zu drastischen Fastenprogrammen gedrängt und mehrfach verspottet haben soll.

Ein italienisches Sportgericht hatte Maccarani bereits wegen beleidigender Aussagen verwarnt. Ihre Tätigkeit durfte sie bislang jedoch fortsetzen. Maccarani selbst weist die Anschuldigungen zurück. Gegenüber italienischen Medien sagte sie, sie sei “ohne Vorwarnung” von ihrer Entlassung überrascht worden. Die Sportlerinnen hätten “in Tränen” reagiert, als sie davon erfuhren.

Verantwortlich für die Entscheidung ist Andrea Facci, der neue Präsident des italienischen Verbands. Er kündigte einen grundlegenden Kulturwandel im Verband an. Noch bei den Olympischen Spielen in Paris hatte Maccarani gemeinsam mit ihrer Schülerin Sofia Raffaeli über Bronze im Einzel gejubelt.