Tageweises Fasten hilft übergewichtigen Menschen besser beim Abnehmen als eine tägliche Kalorienreduktion. Zudem könnte es weitere Vorteile geben.
Lange Zeit hieß es, wer abnehmen möchte, muss weniger essen. Dabei schien es egal, ob man kontinuierlich jeden Tag ein paar Kalorien einspart oder stunden- oder tageweise fastet. Nun zeigt eine aktuelle Studie aus den USA allerdings, dass dieses sogenannte Intervallfasten das Körpergewicht doch wirksamer senken kann als das tägliche Kalorienzählen. Auch bestimmte Risikofaktoren für Stoffwechsel- und Herz-Kreisauf-Erkrankungen könnte diese Ernährungsweise beeinflussen. Die Studie wurde in dem Fachmagazin “Annals of Internal Medicine” veröffentlicht.
An der zwölfmonatigen Studie nahmen 165 übergewichtige Erwachsene mit einem Body-Mass-Index (BMI) zwischen 27 und 46 teil. Die Teilnehmenden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt:
Beide Gruppen erhielten zusätzlich ein intensives Verhaltenstraining zur Gewichtsreduktion, inklusive Gruppen-Coachings und der Empfehlung, sich pro Woche 300 Minuten moderat zu bewegen.
Das Ergebnis nach einem Jahr: Die Fastengruppe hatte im Schnitt 7,7 Kilogramm abgenommen – knapp drei Kilo mehr als die Teilnehmenden mit täglicher Kalorienrestriktion, die im Mittel 4,8 Kilogramm verloren. Auch der Anteil jener, die mindestens fünf Prozent ihres Körpergewichts reduzierten, war beim Fasten höher: 58 Prozent im Vergleich zu 47 Prozent in der Kontrollgruppe.
Darüber hinaus schnitt die Fastengruppe bei weiteren Gesundheitsparametern wie BMI, Körperfettanteil und Taillenumfang tendenziell besser ab. Auch einige kardiometabolische Werte wie Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin entwickelten sich tendenziell günstiger – doch die Forschenden betonen: Die Studie war nicht darauf ausgelegt, diese Effekte genau zu messen. Die Ergebnisse sollten daher mit Vorsicht interpretiert werden.