Für Rekordpreis?
Weltmeister-Auto von Michael Schumacher wird versteigert
02.04.2025 – 18:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Michael Schumacher zählt zu den besten Rennfahrern aller Zeiten. Eines seiner Autos kommt nun unter den Hammer – und könnte einen Rekordpreis erzielen.
Wenn das Fürstentum Monaco Anfang Mai zur Bühne für das nächste Formel-1-Rennen wird, spielt sich abseits der Strecke ein ganz besonderes Spektakel ab: Einer der legendären Ferrari-Rennwagen kommt unter den Hammer – und zwar einer mit prominenter Vergangenheit.
Im Rahmen des Monaco-Grand-Prix 2025 versteigert das Auktionshaus Sotheby’s ein Exemplar des Ferrari F2001 mit der Chassis-Nummer 211. Mit genau diesem Fahrzeug gewann Michael Schumacher 2001 den Großen Preis von Ungarn und sicherte der Scuderia damit frühzeitig den Konstrukteurstitel. Auch das prestigeträchtige Monaco-Rennen konnte Schumacher 2001 gewinnen – das macht den Wagen zum einzigen Ferrari, mit dem Schumacher sowohl im Fürstentum als auch in der Weltmeisterschaft triumphierte.
Bereits 2017 kam das Fahrzeug in New York zur Auktion. Damals lag die Schätzung bei rund vier Millionen US-Dollar. Doch das Interesse übertraf alle Erwartungen: 7,504 Millionen Dollar brachte das Auto ein – zu dem Zeitpunkt der zweithöchste Betrag, der je für ein Formel-1-Fahrzeug gezahlt wurde. Mittlerweile liegt der F2001 auf Rang fünf der teuersten F1-Autos. Teurer waren nur drei Mercedes sowie ein weiterer Ferrari von Schumacher aus dem Jahr 2003.
Ob der Wagen nun im zweiten Anlauf noch einmal zulegt, bleibt offen. Einen neuen Schätzpreis hat Sotheby’s nicht genannt. Sicher ist nur: Der technische Zustand dürfte potenzielle Käufer zusätzlich motivieren. Ferrari hatte dem Boliden zuletzt zwei umfassende Inspektionen spendiert – eine 2024 und eine 2025. Im Gegensatz zur letzten Auktion 2017 ist der Rennwagen aktuell fahrtüchtig.
Die Auktion findet am 24. Mai statt – exakt an jenem Ort, an dem Schumacher einst mit dem F2001 seinen Monaco-Sieg feierte. Das Timing ist kein Zufall. Sotheby’s und der bisherige Besitzer setzen darauf, dass sich bei der Auktion im Rahmen des Formel-1-Rennens, wo sich Jahr für Jahr die gehobenere Gesellschaftsschicht tummelt, wieder zahlreiche zahlungskräftige Interessenten einfinden. Ein Teil des Erlöses soll der Schumacher-Stiftung “Keep Fighting” zugutekommen.
Sollte der Ferrari nach dem Verkauf in Europa verbleiben, kommen auf den Käufer zusätzliche Kosten zu. Aktuell ist das Fahrzeug nur mit einer vorläufigen Einfuhrgenehmigung nach Monaco gebracht worden. Wird der Wagen nicht zeitnah wieder ausgeführt, werden neben der Auktionsgebühr und der Mehrwertsteuer auch Einfuhrzölle fällig.