“Habe meine Eltern zur Rede gestellt”
Martin Brambach spricht über langjähriges Familiengeheimnis
02.04.2025 – 16:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Schauspieler Martin Brambach wuchs mit falschen Vorstellungen über seine Familie auf. Der Fund einer Gerichtsurkunde markiert einen Wendepunkt in seinem Leben.
Martin Brambach ist seit 2016 regelmäßig als Kommissar Peter Michael Schnabel im Dresdner “Tatort” zu sehen. Nun erzählt der Schauspieler zur Abwechslung eine Geschichte aus seinem eigenen Leben. Nur durch einen Zufall entdeckte er, wer in Wahrheit sein leiblicher Vater ist.
In einem Interview mit der Zeitschrift “Bunte” sprach Brambach jetzt über sein bewegtes Familienleben. Demnach wuchs der heute 57-Jährige in dem Glauben auf, sein Vater sei ein anderer Mann als sein leiblicher Erzeuger. “Meine Mutter hat versucht, mir eine heile Familie zu bieten”, so der TV-Star, “und die hat halt ohne meinen richtigen Vater stattgefunden.”
Erst im Alter von zwölf Jahren habe Brambach zufällig eine Gerichtsurkunde zur Vaterfeststellung gefunden: “Da stand Jürgen Schöne als mein Vater – nicht Karlheinz.” Der Mime berichtet, wie er seine Eltern daraufhin zur Rede stellte: “Ich habe darauf bestanden, Jürgen offiziell kennenlernen zu dürfen.”
Umgekehrt habe sich auch sein leiblicher Vater gewünscht, ihn kennenzulernen. Sie bauten Kontakt auf und scheinen bis heute ein gutes Verhältnis zu pflegen: “Er war und ist ein ganz toller Vater.”
Mit der Entdeckung seiner wahren Abstammung gewann Brambach nicht nur einen neuen Vater, sondern auch drei Geschwister. “Als ich ihn dann tatsächlich kennengelernt habe, habe ich auch drei weitere Geschwister direkt dazugeschenkt bekommen, zwei ältere Schwestern und einen jüngeren Bruder.”
Dem Bericht zufolge hat Jürgen Schöne, von Beruf Architekt, seinen Sohn kürzlich bei der Recherche für sein Buch “Nice to meet you, Dresden!” unterstützt. In der sächsischen Hauptstadt verbrachte Brambach seine frühe Kindheit und dreht dort heute den “Tatort”.