Stuttgart bezwingt Leipzig bei Löw-Debüt und steht im Finale

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DFB-Pokal

Stuttgart versaut Leipzigs Trainer-Debüt und steht im Finale


Aktualisiert am 02.04.2025 – 22:45 UhrLesedauer: 2 Min.

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Angelo Stiller (rechts) jubelt: Er leitete den Stuttgart-Sieg mit einem Traumtor ein. (Quelle: Michael Weber IMAGEPOWER/imago-images-bilder)

In einem attraktiven DFB-Pokal-Halbfinale lieferten sich Stuttgart und Leipzig einen Schlagabtausch. Am Ende setzten sich abgezockte Schwaben durch.

Am Ende war sein strahlendes Lächeln gewichen: Unter den Augen von Jürgen Klopp und beim Debüt des neuen Trainers Zsolt Löw ist RB Leipzig im Halbfinale des DFB-Pokals gescheitert. Beim VfB Stuttgart setzte es für Rasenballsport eine 1:3 (0:1)-Niederlage. Während die Schwaben also vom DFB-Pokalsieg träumen, ist für Leipzig das Ziel des dritten Siegs in vier Jahren in dem Wettbewerb geplatzt.

Der VfB legte einen Blitzstart in die Partie hin: Bereits nach fünf Minuten brachte Angelo Stiller die Gastgeber mit einer sehenswerten Direktabnahme nach einer Ecke in Führung. Leipzig ließ sich jedoch nicht schocken und übernahm in der Folge das Kommando, konnte seine Chancen aber nicht nutzen. Abgezockte Stuttgarter bestraften das: Auch in die zweite Hälfte starteten sie besser und es war Nick Woltemade, der in der 57. Minute auf 2:0 erhöhte. Benjamin Šeško ließ die Leipziger mit seinem Anschlusstreffer nur fünf Minuten später zwar nochmal hoffen. Doch Jamie Leweling stocherte den Ball in der 73. Minute über die Linie und machte für Stuttgart den Deckel drauf.

Im Finale des DFB-Pokals treffen die Schwaben nun am 24. Mai als klarer Favorit auf Überraschungsteam Arminia Bielefeld. Der Drittligist hatte sich am Dienstag sensationell gegen Titelverteidiger Bayer Leverkusen durchgesetzt.

Ihn habe “gesunde Aufregung, gesunde Anspannung” heimgesucht, hatte der langjährige Co-Trainer Zsolt Löw vor dem Anpfiff bei Sky verraten. Schnell dürfte etwas Unmut hinzugekommen sein, denn die Herausforderung des Pokal-Halbfinals wurde schon nach wenigen Minuten noch größer.

Der VfB erwischte einen Traumstart, als gleich die erste Ecke der Gastgeber zu einem Treffer der Marke “Tor des Monats” führte. Per famosem Volleyschuss aus rund 18 Metern traf Mittelfeldlenker Stiller halbrechts ins Tor. Leipzigs Pokal-Torwart Maarten Vandevoordt wurde überrascht und reagierte nicht.

Der kollektive Jubel bei den Schwaben stand im Kontrast zu den ernsten Mienen von RB-Fußball-Chef Jürgen Klopp, dem Technischen Direktor von RB, Ex-VfB-Stürmer Mario Gomez und RB-Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff auf der Tribüne. An der Seite von Klopp wird Zsolt Löw nach dem Saisonende in seine Rolle als Chefstratege im RB-Kosmos zurückkehren.

Die Leipziger erholten sich mit zunehmendem Spielverlauf immer stärker vom frühen Gegentor-Schock. Loïs Openda zwang VfB-Nationaltorhüter Nübel gleich in drei Szenen zu Paraden. Und auch Xavi Simons kam zu einem aussichtsreichen Abschluss. Klopp wurde von der Partie mitgerissen, immer wieder erhob er sich von seinem Platz.

“Man merkt natürlich beiden Mannschaften an, dass es um wahnsinnig viel geht, um den Einzug ins Finale”, beschrieb der frühere Bundestrainer Joachim Löw die Partie in der Halbzeit-Pause bei Sky.

Mit Intensität setzte sich die Partie auch nach dem Seitenwechsel fort. Nach einem Doppelpass mit Ermedin Demirović unterstrich U21-Nationalstürmer Woltemade seine seit Wochen anhaltende Topform. Doch nur fünf Minuten später machte es Šeško wieder spannend. Löw trieb am Spielfeldrand seine Mannschaft an. Leweling stocherte den Ball dann aber zur Entscheidung über die Linie.