Ex-Nationalspieler Helmer kritisiert Klub wegen Causa Müller

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Causa Thomas Müller

Ex-Nationalspieler kritisiert FC Bayern scharf

03.04.2025 – 10:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Thomas Müller: Er hat bisher 742 Spiele für den FC Bayern absolviert. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON/imago)

Thomas Müllers Situation bei den Bayern ist weiter unklar – die Kritik am Umgang des Vereins mit dem Spieler nimmt nicht ab.

Der Vertrag von Thomas Müller läuft im Sommer aus – und laut Medienberichten steht fest: Eine Verlängerung wird es wohl nicht geben. Dass diese Information frühzeitig an die Öffentlichkeit gelangte, stößt bei einem früheren Bayern-Profi auf Unverständnis.

Thomas Helmer hat sich kritisch zum Umgang des deutschen Rekordmeisters mit Vereinsikone Thomas Müller geäußert. “Irgendjemand von Bayern muss es erzählt haben”, spekulierte der Ex-Profi in der Münchner “Abendzeitung” und meinte: “Es ist definitiv nicht gut, dass es öffentlich geworden ist.”

Der 59-Jährige war von 1992 bis 1999 selbst für die Münchner aktiv und gewann mit dem Verein unter anderem vier Meisterschaften. Nach seiner Karriere als Profi ist Helmer als Journalist und TV-Moderator tätig.

Mit Blick auf Müller äußerte Helmer deutliches Unverständnis über die aktuellen Entwicklungen. “Durch die Meldungen der vergangenen Tage sieht er jetzt nicht gut aus – und vor allem sieht der FC Bayern in der Causa Müller nicht gut aus”, sagte der frühere Abwehrspieler. “Man hätte Müller das selbst machen lassen sollen. Aber es zeigt mal wieder: Dankbarkeit gibt es nicht im Fußball.”

Die Vereinsbosse um Sportvorstand Max Eberl sollen dem 35-Jährigen Medienberichten zufolge bereits signalisiert haben, dass er keinen Kontrakt als Spieler mehr bekommt. Zuletzt war der Weltmeister von 2014 von Coach Vincent Kompany kaum noch für die Startelf berücksichtigt worden und zumeist spät als Einwechselspieler gekommen.

Thomas Helmer selbst habe andere Erfahrungen gemacht. In seiner aktiven Zeit sei der Abschied aus München offen und ehrlich kommuniziert worden. Trainer Ottmar Hitzfeld habe ihm klargemacht, dass künftig andere Spieler im Fokus stehen würden. Das sei zwar schwer gewesen, aber fair. Auch die damalige Klubführung um Franz Beckenbauer sei ehrlich mit ihm umgegangen.

Für Spieler wie Müller sei es besonders schwer, den richtigen Moment für den Abschied zu finden, wenn sie sich selbst noch in der Lage sehen, weiterzuspielen. Helmer betonte: “Ehrlichkeit von der Klubseite ist am wichtigsten.”