Kritik an Hitler-Post in den sozialen Netzwerken

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Kritik an Tennis-Legende

Hitler-Verschwörungspost: Aufregung um Boris Becker

03.04.2025 – 15:43 UhrLesedauer: 1 Min.

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Boris Becker: Er erntete Kritik wegen eines Posts in den sozialen Netzwerken. (Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa/dpa-bilder)

Tennis-Legende Boris Becker erregt Aufsehen in den sozialen Netzwerken. Es geht um die Teilung eines unangemessenen Beitrags.

Mit einem Post auf der Plattform X hat Boris Becker erneut Diskussionen ausgelöst. Der frühere Tennisprofi verbreitete eine seit Jahren widerlegte Verschwörungstheorie über Adolf Hitlers Tod.

Becker teilte einen Beitrag, in dem behauptet wird, Hitler habe sich nicht wie allgemein bekannt 1945 im Berliner Führerbunker das Leben genommen. Stattdessen sei er nach dem Zweiten Weltkrieg nach Argentinien geflüchtet. Der Post verwies dabei auf angebliche, inzwischen freigegebene CIA-Dokumente aus dem Jahr 1955. Darin soll bestätigt worden sein, dass Hitler Deutschland verlassen habe. Dem Beitrag ist auch ein Schwarz-Weiß-Foto Hitlers sowie ein altes CIA-Dokument beigefügt.

Demnach stützt sich die Theorie auf die Aussage eines früheren SS-Mitglieds namens Phillip Citroen. Er will Hitler regelmäßig in der kolumbianischen Stadt Tunja getroffen haben. Citroen behauptete laut Bericht außerdem, ein gemeinsames Foto mit Hitler aufgenommen zu haben. Dieses sei jedoch sehr unscharf und konnte nicht von der CIA verifiziert werden. Zudem habe sich Hitler demnach den Namen “Adolf Schüttelmayer” gegeben. Deutsche Exilanten hätten ihn weiterhin als “Führer” angesprochen und regelmäßig besucht. Später sei er nach Argentinien weitergereist.

Die CIA allerdings zweifelte die Behauptungen schon früh an. Fest steht: Hitler und Eva Braun haben sich im Führerbunker am 30. April 1945 gegen 15.30 Uhr selbst das Leben genommen.

Dass Becker den Post nicht kommentierte, sondern lediglich weiterverbreitete, löste dennoch Kritik in den sozialen Medien aus. Zahlreiche Nutzer warfen dem 56-Jährigen vor, damit Verschwörungsmythen eine Bühne zu geben.