Wehrle über Outing – “War ein doofer Zeitpunkt”

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Bundesliga-Macher berichtet von Erfahrung

Klub-Boss über Outing: “War ein doofer Zeitpunkt”


03.04.2025 – 20:57 UhrLesedauer: 1 Min.

Alexander Wehrle: Der Funktionär ist seit 2022 beim VfB Stuttgart.Vergrößern des Bildes

Alexander Wehrle: Der Funktionär ist seit 2022 beim VfB Stuttgart. (Quelle: IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel/imago-images-bilder)

Alexander Wehrle spricht in einem Podcast über eine wichtige Unterhaltung mit den eigenen Eltern – und der Vorstandschef des VfB Stuttgart erinnert sich dabei an die Reaktion.

Mit dem VfB Stuttgart konnte Alexander Wehrle erst am Mittwoch über den Einzug ins Finale des DFB-Pokals jubeln. Nach dem 3:1-Sieg im Halbfinale gegen RB Leipzig treffen die Schwaben am 24. Mai in Berlin auf Pokal-Überraschung Arminia Bielefeld.

Im Podcast “Spielmacher – Fußball von allen Seiten” hat VfB-Vorstandschef Wehrle indes offen zu einem einschneidenden persönlichen Schritt geäußert: “Ich war blöd, dass ich mich ausgerechnet an Heiligabend geoutet habe, das war wirklich ein doofer Zeitpunkt”, erinnerte sich Wehrle im Gespräch an die Entscheidung, mit seinen Eltern erstmals über seine Homosexualität zu sprechen. “Ich war 23 Jahre alt.”

Der Schritt sei ohnehin nicht leicht gewesen: “Das war eine schwierige Situation, weil sehr emotional. Dazu muss man wissen: Mein Vater kommt aus einer anderen Generation, weshalb ich ihm für seine Reaktion nicht böse war.” Anders sei es bei Wehrles Mutter gewesen: Diese sei “damit cool umgegangen, weil sie das wahrscheinlich eh wusste und einen schwulen Bruder hat.”

Wehrle ist seit März 2022 Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart, folgte in der Position auf Thomas Hitzlsperger. Zuvor war der Manager von 2013 bis 2022 Geschäftsführer des 1. FC Köln. Im August 2024 heiratete Wehrle seinen langjährigen Partner.