Für Thomas Müller ist im Sommer beim FC Bayern Schluss – obwohl er selbst noch weiterspielen wollte. Das könnte er nun woanders tun. Aber wo genau?
Nach 17 Profijahren beim FC Bayern München ist im Sommer Schluss: Thomas Müller wird den deutschen Rekordmeister nach der laufenden Saison verlassen. Die Klub-Ikone erhält keinen neuen Vertrag mehr in München.
Dabei hätte Müller selbst seinen Vertrag gerne noch mal um ein Jahr verlängert, wie er in seiner offiziellen Mitteilung am Samstag erklärte. Die Lust am Fußball ist bei dem 35-Jährigen also wohl nach wie vor vorhanden. Könnte er die nun bei einem anderen Verein ausleben? t-online hat einige denkbare Wechseloptionen für Müller zusammengestellt.
Die USA sind seit jeher Anlaufstation für alternde Stars im Fußballgeschäft. Bereits in den 1970er-Jahren verschlug es Legenden wie Pelé, Franz Beckenbauer und Gerd Müller in die USA. Nach Gründung der Major League Soccer (MLS) im Jahr 1996 wurde daraus durchaus ein Trend. Vor allem David Beckhams Wechsel von Real Madrid zu LA Galaxy im Jahr 2007 machte Schlagzeilen, Zlatan Ibrahimović und zuletzt auch Marco Reus sollten ebenfalls im Spätherbst ihrer Karriere zu dem Klub aus dem US-Bundesstaat Kalifornien gehen.
Mittlerweile versucht sich Beckham auch als Klub-Besitzer in der MLS. Mit Inter Miami konnte er sogar absolute Größen wie Lionel Messi, Sergio Busquets oder Luis Suárez in die USA locken. Thomas Müller befände sich in den USA also in guter Gesellschaft.
Interesse einiger MLS-Klubs soll es Berichten zufolge bereits geben, darunter dürften auch einige finanziell lukrative Angebote für Müller sein. Denn ein Wechsel in die USA wäre wohl nicht nur für Müller ertragreich. Das Land ist im kommenden Jahr Co-Gastgeber der Weltmeisterschaft. Mit einer Verpflichtung vom Müller könnte man ein weiteres Werbegesicht für das Turnier an Land ziehen und dem Sport einen weiteren Schub verleihen.
Hinzu kommt: Erst vor rund zwei Jahren schloss die MLS einen weiteren lukrativen Sponsoring-Vertrag mit Adidas ab. Dabei soll sich die Firma auch verpflichtet haben, an Initiativen und Investments zu arbeiten, die den Sport voranbringen sollen. Auch Müller trägt seit jeher die drei Streifen auf seinen Fußballschuhen.
Mit Saudi-Arabien gibt es ein weiteres finanzstarkes Land, das sich um die Verpflichtung von großen Namen des Weltfußballs bemüht. Mit der Weltmeisterschaft 2034 hat der Wüstenstaat ebenfalls ein Turnier zu bewerben und lockte dafür bereits vor gut zwei Jahren mit Cristiano Ronaldo einen echten Superstar ins Land. Mit Karim Benzema, Neymar (mittlerweile wieder beim FC Santos in Brasilien unter Vertrag) und Sadio Mané folgten ihm bald andere namhafte Spieler.
Auch an Thomas Müller waren die Klubs aus der Wüste schon interessiert. In der Dokumentation “Thomas Müller – Einer wie Keiner” ist zu sehen, wie Müller und sein Berater Ludwig Kögl im Winter 2023 über ein Angebot aus Saudi-Arabien reden. “Musst du sagen, ob du dir das vorstellen kannst, dann gehen wir der Geschichte nach”, sagt Kögl in dem Ausschnitt zu Müller.
Der reagiert überraschend offen auf das Angebot. “Es ist die Frage nach der Laufzeit, finanzstark wären die schon”, antwortet Müller. Damals spielte allerdings auch noch die anstehende Heim-Europameisterschaft im Sommer 2024 in den Überlegungen Müllers eine Rolle. Mit einem Wechsel nach Saudi-Arabien hätte Müller diesen Traum wohl begraben müssen. Schließlich blieb er bei Bayern und spielte auch die EM. Anschließend beendete er seine DFB-Karriere.
Nun wäre ein neuer Anlauf denkbar. Was viele Fans für ausgeschlossen hielten, könnte also doch wahr werden.