HSV siegt souverän in Nürnberg und springt an die Spitze

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2. Bundesliga

HSV gewinnt gegen Klose-Klub und springt an die Spitze


Aktualisiert am 05.04.2025 – 15:03 UhrLesedauer: 3 Min.

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Jubel beim HSV: Die Hamburger wollen endlich den Aufstieg in die Bundesliga schaffen. (Quelle: Sportfoto Zink / Daniel Marr/imago-images-bilder)

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Der Hamburger SV schaffte im Traditionsduell mit Nürnberg einen ungefährdeten Sieg. Düsseldorf schließt unterdessen auch wieder zur Spitzengruppe auf.

Der Hamburger SV ist zumindest vorübergehend wieder Tabellenführer in der 2. Fußball-Bundesliga. Die Elf von Trainer Merlin Polzin gewann am Samstagnachmittag ungefährdet mit 3:0 (2:0) beim 1. FC Nürnberg.

Jean-Luc Dompé brachte den HSV mit seinem Treffer in der achten Minute früh auf die Siegerstraße. Das Tor war jedoch ein halbes Eigentor von Nürnbergs Rafael Lubach, der den Ball noch entscheidend abfälschte. In der 16. Minute kam es für den “Club” dann noch schlimmer, als Janis Antiste nach einem groben Foul die Rote Karte sah. Der HSV beherrschte von nun an gänzlich das Geschehen und Dompé legte noch vor der Pause seinen zweiten Treffer nach. In Hälfte zwei spielten die Hamburger die Führung souverän herunter. In der 84. Minute durfte Robert Glatzel dann noch über seinen ersten Treffer nach seiner Rückkehr von einer schweren Sehnenverletzung jubeln.

Durch den Sieg springt der HSV mit nun 52 Punkten zunächst wieder auf Tabellenplatz eins. Der 1. FC Köln kann mit einem Sieg gegen Hertha BSC am Abend aber wieder vorbeiziehen. Nürnberg verharrt mit 41 Punkten auf Platz neun.

In den Parallelspielen setzte sich Fortuna Düsseldorf mit 1:0 gegen Preußen Münster durch und der SV Darmstadt besiegte Greuther Fürth ebenfalls mit 1:0.

Der HSV erwischte einen Blitzstart. Ondrej Karafiat lenkte den Schuss von Dompé ins eigene Tor. Mit der Führung im Rücken und in Überzahl bestimmten die Gäste danach das Geschehen, der zweite Treffer von Dompé war die Folge. Durch Dompé (22.), Adam Karabec (41.), Ransford-Yeboah Königsdörffer (42.) und Emir Sahiti (45.) vergab der HSV noch vor dem Wechsel weitere Möglichkeiten, häufig stand Nürnbergs Torhüter Jan Reichert im Weg. Die Gastgeber wurden nur durch Karafiat (31.) gefährlich.

Auch in der zweiten Halbzeit dominierte Hamburg. Karabec (57.) verzog, Sahiti (60.) traf den Pfosten und der eingewechselte Glatzel köpfte knapp vorbei (67.), ehe er doch noch sein erstes Tor nach langer Verletzungspause bejubelte. Von Nürnberg kam in Unterzahl offensiv wenig.

Fortuna Düsseldorf lässt im Aufstiegsrennen derweil nicht locker. Vor 52.000 Fans gewann die Fortuna das Duell mit Aufsteiger Preußen Münster trotz 25-minütiger Unterzahl mit 1:0 (1:0) und kletterte zumindest für eine Nacht auf Rang fünf. Der Rückstand auf den Relegationsplatz drei beträgt vorerst nur noch zwei Punkte.

Dawid Kownacki (15.) sorgte mit seinem elften Saisontor für den Sieg der Düsseldorfer, die zuvor drei von vier Spielen verloren hatten. Nach der Roten Karte gegen Myron van Brederode wegen groben Foulspiels (69.) überstand das Team von Trainer Daniel Thioune die Schlussphase schadlos. Münster liegt als Tabellen-15. nur noch dank der besseren Tordifferenz vor der Abstiegszone.

Bei bestem Frühlingswetter bekamen die Zuschauer in der ausverkauften Arena eine muntere Partie zu sehen, in der Kownacki im Mittelpunkt stand. Zunächst verwertete der Pole eine Flanke von Shinta Appelkamp mit einem wuchtigen Kopfball zur Führung, wenig später musste er lange behandelt werden – und hatte kurz vor der Pause dann das 2:0 auf dem Fuß (43.).

Nach der Pause blieb Düsseldorf am Drücker, ehe van Brederode mit einem rüden Einsteigen gegen seinen niederländischen Landsmann Jorrit Hendrix sein Team schwächte.

Darmstadt 98 hat im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen Sieg eingefahren. Das Team von Trainer Florian Kohfeldt setzte sich gegen die SpVgg Greuther Fürth 1:0 (0:0) durch und zog in der Tabelle an den jetzt punktgleichen Kleeblättern vorbei. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt für beide Klubs sieben Zähler. Den entscheidenden Treffer machte SVD-Stürmer Isac Lidberg (79.). Zuvor hatten die Lilien zwei Spiele in Folge verloren.

Bei strahlendem Sonnenschein sahen die Zuschauer am Böllenfalltor zunächst ein ereignisarmes Spiel. Der SVD presste zwar hoch, konnte mit dem einzigen klaren Torschuss von Andreas Müller (29.) aber keine Gefahr ausstrahlen. Fürth agierte ohne den gelbgesperrten Kapitän und Offensivakteur Branimir Hrgota abwartend. Zwingende Chancen blieben bis zur Pause aus.

Nach dem Seitenwechsel drückten die Lilien deutlicher auf die Führung. Philipp Försters gefährlichen Freistoß entschärfte jedoch Fürth-Keeper Nahuel Noll (49.). In der 62. Minute mussten die Hessen die verletzungsbedingte Auswechslung von Stürmer Fraser Hornby verkraften. Lidberg scheiterte wenig später per Kopf an Noll (73.), war dann aber erfolgreich.