Jagd auf Europa
BVB siegt furios und macht Sprung in der Tabelle
Aktualisiert am 05.04.2025 – 17:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Vor einigen Wochen wirkte Borussia Dortmund im Kampf um das internationale Geschäft noch abgeschlagen. Doch der BVB kämpft sich Stück für Stück zurück.
Mit einem furiosen 4:1-Sieg beim SC Freiburg hat der BVB in der Bundesliga-Tabelle einen Sprung gemacht und vorübergehend den achten Platz übernommen. Das Team von Trainer Niko Kovač darf sich nach zwei Siegen am Stück sogar wieder Hoffnung auf die Champions League machen, denn der Rückstand auf Rang vier beträgt lediglich vier Zähler, kann bei einem Gladbacher Sieg am Sonntag aber noch auf fünf anwachsen.
Die Tore für den BVB erzielten Karim Adeyemi (34.), Carney Chukwuemeka (51.), Serhou Guirassy (68.) und Jamie Gittens (78.) Den Freiburger Ehrentreffer machte Maximilian Eggestein in der 88. Minute.
“Wir wissen, wie die Situation in der Tabelle ausschaut. Wir müssen das Spiel erst einmal spielen und hoffentlich auch gewinnen, um dann weiterschauen zu können”, sagte Dortmunds Trainer Kovač kurz vor dem Anpfiff bei Sky: “Was am Mittwoch oder am nächsten Samstag kommt, ist total unwichtig.”
Die Dortmunder mussten ohne den gelbgesperrten Nico Schlotterbeck sowie die verletzten Niklas Süle und Marcel Sabitzer auskommen. Der angeschlagene Torjäger Guirassy war immerhin wieder im Kader. Der vom FC Chelsea ausgeliehene Engländer Chukwuemeka feierte sein Startelf-Debüt. Bei den Freiburgern fehlten Stammtorwart Noah Atubolu (Schulterverletzung) und Merlin Röhl (Infekt). Atubolu wurde durch Florian Müller ersetzt, Kapitän Christian Günter saß nur auf der Bank.
Vor 34.700 Zuschauern in der ausverkauften Freiburger Arena, darunter Ex-Bundestrainer Joachim Löw, drückten beide Mannschaften in der Anfangsphase aufs Tempo. Sowohl der BVB wie der SC waren auf schnelle Ballgewinne aus.
In der 17. Minute sprang der Ball dem Dortmunder Verteidiger Ramy Bensebaini bei einem missglückten Klärungsversuch im Strafraum an die Hand, Schiedsrichter Felix Zwayer ließ weiterlaufen. Wie zu Beginn ging es auch Mitte der ersten Hälfte munter hin und her, kein Team konnte sich ein Übergewicht erarbeiten. Vor beiden Toren wurde es immer wieder gefährlich.
Nach einer halben Stunde gewannen die Dortmunder die Oberhand, diese Phase nutzte Adeyemi mit einem starken Abschluss zur Führung. Der BVB verteidigte im Anschluss solide und nahm das Ergebnis mit in die Pause.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs schlief allerdings die komplette BVB-Defensive. Nach 23 Sekunden tauchte Ritsu Doan frei vor Gregor Kobel auf, der Japaner konnte den Dortmunder Torwart aber nicht überwinden. Besser machte es kurz darauf Chukwuemeka auf der Gegenseite bei einem Konter. Der Schuss des 21-Jährigen wurde unhaltbar für Müller von Verteidiger Philipp Lienhart abgefälscht.
Die Freiburger zeigten sich nicht geschockt und drängten weiter vehement auf ihren ersten Treffer. Kobel hielt aber auch gegen Junior Adamu (54.).
Nach rund einer Stunde kam Guirassy für Maximilian Beier. Der traf prompt nach starker Vorarbeit von Chukwuemeka und Julian Brandt ins leere Tor. Gittens machte es noch deutlicher. Eggestein bereitete den Schlusspunkt.