Köln siegt bei Funkel-Debüt – und kann am Samstag aufsteigen

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Riesenschritt Richtung Aufstieg

Funkel feiert bei Kölns Last-Minute-Sieg

Aktualisiert am 09.05.2025 – 20:37 UhrLesedauer: 3 Min.

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Jubel über den Ausgleichstreffer: Kölns Torschütze Florian Kainz (r.) mit Teamkollege Linton Maina. (Quelle: IMAGO/RHR-FOTO/imago)

Dank eines Torwartfehlers ist der 1. FC Köln auf dem besten Wege Richtung Bundesliga, könnte morgen auf dem Sofa aufsteigen. Im Tabellenkeller träumt Münster vom direkten Klassenerhalt.

Friedhelm Funkel ist dank eines Last-Minute-Treffers erfolgreich in seine Rettermission beim 1. FC Köln gestartet. Der Trainer feierte beim 2:1 (0:0) beim 1. FC Nürnberg einen gelungenen Einstand – und ist seinem insgesamt siebten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga nun ganz nah.

Am kommenden Wochenende kann der FC am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern alles klarmachen. Oder sogar schon an diesem Samstag den Aufstieg feiern – wenn die Verfolger Elversberg und Magdeburg nicht gewinnen sollten.

Nachdem Janis Antiste (46.) die Nürnberger in Führung geschossen hatte, reagierte der FC stark. Florian Kainz glich zunächst aus (67.), dann profitierte er bei seinem Siegtreffer von einem Blackout des FCN-Torhüters Michal Kukucka (90.), der sein Profidebüt feierte. Zumindest vorübergehend ist Köln nun wieder Tabellenerster – der Hamburger SV kann aber am Samstag (20.30 Uhr gegen Ulm) wieder vorbeiziehen und den Aufstieg perfekt machen.

Funkel war erst am Montag als Nachfolger von Gerhard Struber vorgestellt worden, unter dessen Regie der FC zwar den zweiten Tabellenplatz belegte, aber sportlich nicht überzeugte. Christian Keller musste ebenfalls gehen, weil der Sportchef die Entscheidung des Vorstands gegen Struber nicht mitgetragen hatte.

Inmitten dieser turbulenten Tage wählte Funkel einen ruhigen und gelassenen Ansatz. Der Routinier, der den FC nun zum dritten Mal trainiert, führte unter der Woche viele Gespräche und wollte seinen Spielern wieder Leichtigkeit und Spaß vermitteln, die zuletzt verloren gegangen waren.

Diese Maßnahmen schienen gewirkt zu haben. Die Kölner begannen dynamisch. Schon der erste strukturierte Angriff führte zu einem Elfmeter (2.), den Schiedsrichter Robert Hartmann nach Sichtung der Videobilder wieder zurücknahm. Trotz dieser diskutablen Entscheidung blieb Köln hartnäckig, Eric Martel (6.) und Tim Lemperle (10.) vergaben gute Chancen, Jan Thielmann traf zunächst den Pfosten (19.) und dann die Latte (36.).

Funkels Team leistete sich aber auch einige defensive Nachlässigkeiten – und verschlief den Start in die zweite Halbzeit komplett. Antiste verwertete eine Flanke per Direktabnahme, Kölns Kapitän Timo Hübers hatte die Hereingabe falsch eingeschätzt.

Der FC wollte rasch zurückschlagen, fand aber zunächst keine Lücken gegen die nun sehr tief verteidigenden Nürnberger. Auch die zahlreichen Standards führten nicht zu mehr Torgefahr.

Nach einer guten Stunde reagierte Funkel: Er brachte Linton Maina, um mehr Tempo im Kölner Offensivspiel zu haben. Der Joker vergab kurz darauf die riesige Chance auf den Ausgleich (64.), Erneut Kainz machte es nach einem Ballgewinn durch Luca Waldschmidt besser, als dieser einen Ausflug von Nürnbergs Torwart Kuckucka bestrafte, auf Kainz querlegte und der Österreicher ins leere Tor zum umjubelten Sieg traf.

Preußen Münster hat im Endspurt um den Klassenerhalt einen ganz wichtigen Sieg eingefahren. Gegen Hertha BSC gewann die Mannschaft von Teamchef und Ex-Nationalspieler Christian Pander am Freitagabend mit 2:0 (1:0). Mit 35 Punkten sprang Münster vorerst vom Relegationsrang 16 auf Platz 14 und kann vor dem Saisonfinale sogar noch vom direkten Ligaverbleib träumen.