Kaiserslautern besiegt Darmstadt – Hannover 96 schockt Fürth

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2. Bundesliga am Sonntag

Aufstiegstraum lebt: FCK dreht Spiel nach Rückstand

Aktualisiert am 11.05.2025 – 15:38 UhrLesedauer: 3 Min.

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Marlon Ritter: Der Kapitän traf für Kaiserslautern zum Ausgleich. (Quelle: IMAGO/Steven Mohr/imago)

Der 1. FC Kaiserslautern hat den Traum vom Aufstieg am Sonntagnachmittag am Leben erhalten. Greuther Fürth kassierte in Hannover einen späten Nackenschlag.

Ein 2:1-Sieg über Darmstadt 98 lässt den 1. FC Kaiserslautern weiter von der Bundesliga träumen. Die Pfälzer müssen am letzten Spieltag aber ihr Gastspiel beim 1. FC Köln gewinnen und auf Ausrutscher der Konkurrenz aus Elversberg und Paderborn hoffen, um tatsächlich noch auf den Relegationsrang zu springen. Greuther Fürth führte im Abstiegskampf derweil lange in Hannover, kassierte aber kurz vor Schluss den 1:1-Ausgleich – und hatte Glück, das Spiel nicht sogar noch zu verlieren. Regensburg und Karlsruhe trennten sich mit einem 2:2-Remis.

Marlon Ritter (15.) per Foulelfmeter und Ragnar Ache (45.+7) trafen vor 49.088 Zuschauern für den FCK. Luca Marseiler (3.) hatte Darmstadt in Führung gebracht.

Die Mannschaft von Torsten Lieberknecht, der zu Beginn der Saison noch Darmstadt trainiert hatte, startete katastrophal. Torhüter Julian Krahl “schenkte” den Gästen quasi die frühe Führung. Erst spielte der Keeper einen schlampigen Pass, dann lud er Marseiler mit einer schwachen Abwehr zur Führung ein. Der FCK drängte umgehend auf den Ausgleich, konnte die Chancen zunächst aber nicht nutzen. Nach einer Viertelstunde traf Ritter dann vom Punkt – Torschütze Marseiler hatte Jean Zimmer gefoult.

Beide Abwehrreihen wackelten in der Folge gewaltig, die Pfälzer agierten zudem äußerst offensiv, Krahl blieb unsicher – weitere Tore lagen in der Luft. Ein Darmstädter Treffer von Isac Lidberg wurde wegen Abseits nicht anerkannt (32.). Das 18. Saisontor Aches weit in der Nachspielzeit zählte dagegen, obwohl die Gäste heftig protestierten. Die Darmstädter waren sauer, weil Fraser Hornby unmittelbar vor dem Treffer auf dem Weg zum Ball durch Schiedsrichter Robin Braun blockiert worden war.

Zu Beginn der zweiten Hälfte war Darmstadt dem Ausgleich nahe, Kapitän Clemens Riedel scheiterte an Krahl (49.). Die Pfälzer wurden mit zunehmender Spielzeit immer passiver und wollten nur noch das Ergebnis über die Zeit bringen. Mehrfach war ein Gäste-Treffer möglich.

Die Franken haben den womöglich entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt verpasst. Das Team von Interimstrainer Thomas Kleine gab beim 1:1 bei Hannover 96 noch den greifbaren Sieg aus der Hand. Mit einem Punkt Vorsprung auf Eintracht Braunschweig auf dem Relegationsplatz 16 bleibt die Situation gefährlich.

Noel Futkeu (33.) traf per Kopf zur Führung des Kleeblatts, das nun seit neun Spielen in Folge ohne Sieg ist. Im Hinspiel hatte der Mittelstürmer noch das goldene Tore gegen 96 erzielt, diesmal schlug aber Phil Neumann (87.) zurück.

Vor der Partie hatte die Klubführung noch einmal einen neuen Impuls setzen wollen und den bisherigen Cheftrainer Jan Siewert entlassen. Die beiden ehemaligen Kleeblatt-Profis Kleine und Milorad Peković übernahmen für die verbliebenen Partien am Maschsee und gegen Aufsteiger Hamburger SV.

In Hannover hatten die Gastgeber viel Ballbesitz, aber selten findige Ideen. Fürth setzte auf Konter und schlug nach einem Eckball zu. Im zweiten Durchgang zog sich das Auswärtsteam noch weiter zurück und lief Gefahr, noch den Ausgleich zu kassieren wie bei der Chance von Hyun-Ju Lee (70.). Dieser gelang dann Neumann per Kopf nach einer Ecke. Ein vermeintlicher Treffer von Havard Nielsen (90.+3) zählte aufgrund einer Abseitsposition nicht.