Wie Notaufnahmen Risiken für Senioren verringern könnten

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Margit Hankewitz hat Angst um ihre ehrenamtliche Mitarbeiterin. Ist der 90-jährigen Dame etwas passiert? Hankewitz ist Vorsitzende des Berliner Sozialwerks, Ingrid J. arbeitet fünf Tage pro Woche jeweils einige Stunden bei ihr. Sie macht die Buchhaltung, erledigt Bestellungen und organisiert Kuchenbuffets für mehr als 100 Senioren. Hankewitz klingelt die Berliner Notaufnahmen durch und findet sie schließlich in einer Klinik in der Nähe. Die Frau zittert, als hätte sie Schüttelfrost, nestelt unruhig an der Decke, wirkt abwesend und antwortet nicht. „Es ging mir schlecht, aber vor allem fühlte ich mich sehr allein“, erinnert sich Ingrid J. an die Situation vor zwei Jahren. „Ich war froh, als Margit kam.“