USA: Apple-Aktionäre halten an Diversitätsprogrammen fest

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Das US-Unternehmen Apple will – trotz Druck aus der Regierung unter Donald Trump – an Diversitätsprogrammen festhalten. Die Aktionäre hätten den Vorschlag der
konservativen Denkfabrik National Center for Public Policy Research abgelehnt, Apple solle sich aus Initiativen zur Förderung von
Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion zurückziehen, teilte das Unternehmen
nach der Hauptversammlung mit.

Die Denkfabrik folgte dem Vorstoß der Regierung von
Präsident Donald Trump, Unternehmensprogramme zur Diversifizierung der
Belegschaft zu stoppen. Sie argumentierte, Apples
Programme widersprächen jüngsten Gerichtsurteilen und könnten etwa 50.000 Apple-Mitarbeiter-Klagen gegen das Unternehmen nach sich
ziehen. Das sei ein finanzielles Risiko für die Aktionäre und das Unternehmen.
Das National Center for Public Policy Research hat die Zahl nicht näher
begründet.

Apple teilte dagegen mit, sein Programm sei integraler
Bestandteil einer Unternehmenskultur, die dazu beigetragen habe, dass das
Unternehmen einen aktuellen Marktwert von 3,7 Billionen US-Dollar erreicht hat –
mehr als jedes andere auf der Welt. Apple-Chef Tim Cook kündigte zugleich an, dass durch den veränderten rechtlichen Rahmen Anpassungen an den Initiativen für Vielfalt,
Gleichstellung und Inklusion erforderlich werden könnten.

Juristischer Druck auf Unternehmen

US-Präsident Trump und seine Regierung gehen gegen Diversitätsprogramme vor, die in den USA unter der Abkürzung DEI
(Diversity, Equity and Inclusion) bekannt sind. Ein Argument ist, durch
die Bevorzugung einiger Bevölkerungsgruppen würden andere wiederum
benachteiligt. Trump, seine Minister und auch Techmilliardär Elon Musk behaupten, durch solche Initiativen leide die Kompetenz. Belege dafür gibt es nicht.

Nach
zum Teil auch juristischem Druck entschieden sich viele US-Unternehmen,
ihre Diversitätsprogramme zu begrenzen oder ganz einzustellen. Darunter sind etwa Google und der Facebook-Konzern Meta.
Andere – wie etwa die Fluggesellschaft Delta Air Lines oder der Einzelhändler
Costco – halten daran fest.