Dieses Interview ließ erahnen, wie schlecht es ihm ging

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Gene Hackman ist tot

Sein letztes Interview ließ erahnen, wie schlecht es ihm ging


27.02.2025 – 13:10 UhrLesedauer: 3 Min.

Er lebte seit Jahrzehnten zurückgezogen, jetzt ist Gene Hackman tot. Der Schauspieler kämpfte mit gesundheitlichen Problemen – aber sprach selten darüber.

Gene Hackman prägte mehr als 40 Jahre mit seinen Rollen das Filmgeschäft. Er wurde zu einem der größten Hollywoodstars seiner Zeit, gewann zwei Oscars und war für drei weitere nominiert. Bis in die Neunzigerjahre hinein begeisterte er mit seinen Darstellungen in Filmen wie “French Connection”, “Mississippi Burning” oder “Royal Tenenbaums”. Jetzt ist Gene Hackman tot. Er und seine 30 Jahre jüngere Frau wurden leblos in ihrem gemeinsamen Haus in New Mexiko gefunden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Auf der Leinwand sah man Hackman schon lange nicht mehr. Der Schauspieler hatte sich nach seinem letzten Film “Willkommen in Mooseport” im Jahr 2004 weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Auftritte wurden selten, Interviews mit ihm Mangelware. Umso überraschender war es, dass sich der US-Amerikaner im Oktober 2021 anlässlich eines Jubiläums dann doch noch einmal öffentlich äußerte.

Damals feierte der Film “French Connection”, für den er 1972 seinen ersten Oscar gewann, 50. Jubiläum. Hackman nahm dies zum Anlass, dem US-Blatt “New York Post” einige Fragen zu beantworten. Allerdings fand dieses Interview weder persönlich noch telefonisch statt, Hackman beantwortete die Fragen per E-Mail. Ob dies Rückschlüsse auf seinen damals schon schlechten Gesundheitszustand zulässt, kann nur erahnt werden. Klar ist hingegen, dass es zu diesem Zeitpunkt das erste Mal seit zehn Jahren war, dass sich der Filmstar überhaupt äußerte – und wie wir heute wissen, auch das letzte Mal.


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Filmemachen war schon immer riskant – sowohl physisch als auch emotional.


gene hackman


Über die Entstehung des Klassikers von 1971 schrieb Gene Hackman der Zeitung damals: “Filmemachen war schon immer riskant – sowohl physisch als auch emotional – aber ich betrachte diesen Film als einen Moment in einer wechselvollen Karriere voller Erfolge und Misserfolge.”

In “French Connection” spielt Hackman einen New Yorker Detektiv, der gemeinsam mit seinem Partner Buddy “Cloudy” Russo (Roy Scheider) einen französischen Heroinschmuggler durch die Straßen der Stadt jagt. Hackman schrieb in seiner E-Mail, dass er sich nie die Mühe gemacht habe, den Film noch einmal anzuschauen und dies auch zum Jahrestag nicht vorhabe.

“Ich habe den Film seit der ersten Vorführung in einem dunklen, winzigen Vorführraum in einer Postproduktionsfirma vor 50 Jahren nicht mehr gesehen”, so Hackman. Er könne schwer beurteilen, welches “Vermächtnis” der Film hinterlasse. Er betrachte das Werk des Regisseurs William Friedkin als eine “ehrfurchtsvolle Geschichte über einen Polizisten, dem es gelang, die New Yorker Drogenszene zu infiltrieren”.

Weiter schrieb Hackman: “Der Film hat mir sicherlich in meiner Karriere geholfen, und dafür bin ich dankbar.” Mehr Informationen gehen aus dem letzten Interview der Hollywood-Ikone nicht hervor. Weder spricht Gene Hackman dort über seinen persönlichen Werdegang nach seinem Rückzug aus dem Filmgeschäft noch erfahren Leser, wie es ihm gesundheitlich geht.

Rundum seine letzte Filmrolle in “Willkommen in Mooseport” ließ Hackman im Juli 2004 erahnen, wie angeschlagen er damals bereits war. Dem US-Moderator Larry King sagte er in einem Interview, dass seine Karriere “wahrscheinlich vorbei” sei und er keine neuen Drehbücher in Aussicht habe. 2008 bestätigte er dann endgültig seinen Rücktritt. Mehr dazu lesen Sie hier.