RKI sieht Gefahr in Augsburg, Elbe-Elster und Celle

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Zeckenreiches Jahr erwartet

Drei neue FSME-Risikogebiete in Deutschland


Aktualisiert am 28.02.2025 – 09:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Zeckengefahr steigt mit FrühlingstemperaturenVergrößern des Bildes

Winzig, aber gefährlich: Zecken können Viren übertragen. (Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)

Zecken können in vielen Teilen Deutschlands die Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Nun gibt es drei neue Risikogebiete.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat drei neue Risikogebiete für die von Zecken übertragene Krankheit FSME in Deutschland ausgewiesen. Demnach besteht ein Risiko für die Infektion mit den Viren nun im Stadtkreis Augsburg, im südlichen Brandenburg im Landkreis Elbe-Elster und im niedersächsischen Landkreis Celle. Somit seien aktuell bundesweit 183 Kreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen.

Ein Risiko für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) besteht vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen, in Sachsen und im südöstlichen Brandenburg. Einzelne Gebiete liegen demnach auch in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen.

Im vergangenen Jahr 2024 sind laut RKI 686 FSME-Erkrankungen gemeldet worden – die zweithöchste Zahl seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001. Das entspricht fast dem Doppelten des jährlichen Medianwertes von 352 Erkrankungen. Im Jahr 2020 waren es 718 Fälle.

Erst kürzlich hatte der Leiter des Nationalen Konsiliarlabors für Frühsommer-Meningoenzephalitis am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, Gerhard Dobler, gewarnt, dass es in ganz Deutschland möglich sei, sich mit FSME zu infizieren. Er empfahl, ganz Deutschland als Risikogebiet zu bezeichnen. Bisherige Risikogebiete könnten dann als Hochrisikogebiete herausgestellt werden.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine FSME-Impfung für Menschen, die in Risikogebieten leben und somit einem hohen Risiko ausgesetzt sind, Zecken zu begegnen. Die Impfung wird darüber hinaus Menschen empfohlen, die von Berufs wegen stärker gefährdet sind, an FSME zu erkranken, etwa Beschäftigte in der Forst- oder Landwirtschaft.