Rätsel um Hackmans Todesumstände
War es ein tödliches Atemgift? So kann der “silent killer” zuschlagen
28.02.2025 – 10:22 UhrLesedauer: 2 Min.
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Nach dem plötzlichen Tod von Gene Hackman und seiner Frau wird auch über eine Kohlenmonoxidvergiftung spekuliert. Was passieren kann, wenn man zu viel Gas einatmet.
Nach dem rätselhaften Tod von US-Schauspieler und Oscar-Preisträger Gene Hackman und seiner Ehefrau Betsy Arakawa suchen die Behörden weiter nach den Hintergründen. Die Polizeibehörden in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico bezeichneten die Umstände als “verdächtig genug”, um eine umfassende Untersuchung einzuleiten.
Auch innerhalb der Familie der Verstorbenen werden Vermutungen laut. Hackmans Tochter Elizabeth Jean Hackman erzählte dem US-Portal TMZ, dass sie glaubt, dass ihr Vater und seine Frau an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben seien (mehr dazu hier).
Ob Hackmans Tod etwas mit giftigen Dämpfen zu tun haben könnte, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar. Zunächst muss die Autopsie der Leichen erfolgen. Auch ein Gasunternehmen ist in die Ermittlungen eingebunden.
Doch wie kann Kohlenmonoxid (kurz: CO) überhaupt zu schweren Vergiftungen und Todesfällen führen? Und was ist im Ernstfall zu tun?
Kohlenmonoxid ist ein hochgiftiges Gas, das zum Beispiel aus defekten Öfen und Kaminen strömen und sogar Betonwände durchdringen kann. Weil es farb-, geruch- und geschmacklos ist, wird es nicht immer bemerkt. Gerade Schlafende haben kaum eine Chance, die Vergiftung rechtzeitig zu bemerken. Kohlenmonoxid wird daher auch als “silent killer” (geräuschloser Killer) bezeichnet.
Kohlenmonoxid entsteht, wenn Materialien wie Holz, Kohle und Benzin ohne ausreichend Sauerstoff verbrannt werden. Normalerweise wird bei Kaminen und Gasthermen durch ein Belüftungssystem eine permanente Versorgung mit Frischluft gewährleistet. Wenn aber Geräte defekt sind, nicht sachgemäß gewartet oder falsch betrieben werden, kann das Gas in gefährlicher Menge entstehen. Neben Bränden sind das die häufigsten Gefahrenquellen:
Wird das Gas eingeatmet, dann wird es über die Lunge aufgenommen und gelangt so in den Blutkreislauf. Das Kohlenmonoxid bindet sich an den Blutfarbstoff Hämoglobin und blockiert dadurch den Sauerstofftransport. Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt und die Organe werden nicht mehr ausreichend versorgt.
Je mehr Kohlenmonoxid in das Blut gelangt, desto schwerwiegender sind die Symptome, die bis zum Tod führen können. Die Vergiftungssymptome können daher je nach Schweregrad variieren:
Erste Hilfe bei einer Kohlenmonoxidvergiftung beginnt mit dem eigenen Schutz: Verlassen Sie den betroffenen Bereich und sorgen Sie für frische Luft, indem Sie Fenster und Türen öffnen. Bringen Sie betroffene Personen sofort aus der Gefahrenzone an einen gut belüfteten Ort.
Dann beachten Sie folgende Schritte:
Leichte Vergiftungen lassen in der Regel keine langanhaltenden Schäden zurück. Es können aber noch einige Tage lang Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen und Schwindelanfälle auftreten. Eine schwere Vergiftung muss im Krankenhaus behandelt werden. Dort wird dem Patienten reiner Sauerstoff zugeführt.