Andreas Wellinger könnte laut Fis noch WM-Gold bekommen

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“Brauchen Fakten”

Deutsches Skisprung-Gold wegen Skandal nachträglich möglich

26.03.2025 – 10:57 UhrLesedauer: 1 Min.

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Andreas Wellinger: Er wurde 2018 Olympiasieger. (Quelle: IMAGO/Pepe Korteniemi/imago-images-bilder)

Der Anzugbetrug der Norweger hat die Skisprung-Szene erschüttert. Es könnte noch Bewegung bei den WM-Medaillen geben.

Bei der Nordischen Ski-WM im norwegischen Trondheim belegte Andreas Wellinger gleich zu Beginn den zweiten Platz von der Normalschanze und sicherte sich Silber hinter Marius Lindvik. Kurz danach wurde der Skandal und Anzug-Betrug der norwegischen Mannschaft publik, den das Team auch öffentlich bestätigte. Dies könnte nun zur Folge haben, dass der DSV-Adler im Nachhinein noch Gold erhält.

Skisprung-Rennleiter, Sandro Pertile, sagte der Deutschen Presse-Agentur vor dem Weltcup-Finale in Planica: “Wir wussten an dem Samstagabend nicht, was passiert ist. Man muss die ganze Situation verstehen und verstehen, wann diese Manipulation angefangen hat. Die Entscheidungen werden dann sehr konsequent sein.” Eigentlich hatte der Internationale Skiverband (Fis) drastische Konsequenzen zuerst ausgeschlossen. Nun sind jedoch mehr Hintergründe bekannt.

Anonym aufgenommene und veröffentlichte Videos haben offenbart, wie die Norweger im Beisein ihres inzwischen suspendierten Trainers Magnus Brevig illegal Anzüge manipulieren. Sollten die Wertungen von Lindvik gestrichen werden, würde nicht nur Wellinger Vorteile davon haben. Auch dessen Teamkollege Karl Geiger könnte profitieren – er würde von Rang vier auf den Bronzeplatz vorrücken.

Die Fis hat eine externe Kommission mit der Untersuchung beauftragt. “Erst brauchen wir Fakten auf dem Tisch”, sagte Pertile der Deutschen Presse-Agentur zudem. Mit Ergebnissen wird im Sommer gerechnet. Bis dahin bleiben fünf Springer und drei Trainer aus Norwegen suspendiert.