Der FC Bayern muss in der heißen Saisonphase auf wichtige Spieler verzichten. Das ist ein schwerer Dämpfer für die Münchner Titelträume.
Diese Nachricht dürfte beim FC Bayern am Dienstag eine Schockwelle ausgelöst haben: Alphonso Davies und Dayot Upamecano fallen wochenlang aus. Davies mit einem Kreuzbandriss sogar über das Saisonende hinaus. Bei Upamecano ist noch unklar, wie lange der Franzose tatsächlich ausfällt. Klar ist: Es sind schlimme Nachrichten zu einer Unzeit – in der entscheidenden Phase der Saison.
Sportvorstand Max Eberl in einer offiziellen Mitteilung: “Die Ausfälle von Alphonso Davies und Dayot Upamecano wiegen schwer für den FC Bayern. Phonzy wird auf seinem Weg zurück alle Unterstützung bekommen, die er braucht. Auch Upa werden wir in den kommenden Wochen eng begleiten und gehen davon aus, dass er uns bald wieder zur Verfügung steht.”
Und weiter: “Unser Kader ist stark und wird diese Ausfälle auffangen. Wir werden jetzt noch enger zusammenrücken. Die Qualität ist da, um weiter unsere großen Ziele zu verfolgen.”
Auch ein Problem: Der noch unerfahrene Jonas Urbig, der nach seiner Fußprellung wieder fit und bereit zu sein scheint, um am Wochenende im Tor zu stehen, wird sich auf eine komplett neue Vordermannschaft einstellen müssen.
Upamecano wird wahrscheinlich von Eric Dier ersetzt werden, links dürften Hiroki Itō oder Raphaël Guerreiro für Davies in die Mannschaft rücken. Sollte Kim ausfallen, wird Josip Stanišić seinen Platz einnehmen, der auch rechts verteidigen könnte, sollte Kompany Konrad Laimer auf die Bank setzen.
So oder so: Für die Bayern wird es kritisch. Nach dem Spiel gegen St. Pauli müssen die Münchner zu den Augsburgern, die in dieser Saison für einige Überraschungen gut waren. Danach wird es happig: Es warten die Champions-League-Duelle gegen Inter Mailand und dazwischen der Liga-Kracher gegen Borussia Dortmund. Einfach ist anders – und diese Spiele entscheiden über Wohl und Wehe einer ganzen Saison.
In der Liga ist der Vorsprung auf Bayer Leverkusen durch die Patzer gegen Bochum (2:3) und Union Berlin (1:1) auf nur noch sechs Punkte geschmolzen. Und der große Traum vom “Finale dahoam” in der Champions League droht vorzeitig zu platzen. Leverkusens Mittelfeldspieler Robert Andrich hatte schon vor der Länderspielpause gesagt: “Wir haben ja gesagt, dass wir ihnen bis zum Ende einfach auf die Nerven gehen wollen. Wir wollen ihnen bis zum Ende auf den Sack gehen.” Das sollten die Bayern ernst nehmen.
Am Wochenende startet die heiße Saisonschlussphase, bis dahin müssen die Bayern den Verletzungsschock um Davies und Upamecano abgeschüttelt haben. Sonst droht am Saisonende vielleicht noch das ganz böse Erwachen.