So sieht Kelly Bundy heute aus

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“Eine schrecklich nette Familie”

Fast 40 Jahre später: So sieht Kelly Bundy heute aus


Aktualisiert am 05.04.2025 – 15:38 UhrLesedauer: 3 Min.

Zehn Jahre lang spielte Christina Applegate die Serientochter von Ed O'Neill.Vergrößern des Bildes

Christina Applegate: Die Schauspielerin spielte die Serientochter von Ed O’Neill. (Quelle: imago images / American Pictorual Collection)

Zehn Jahre lang verkörperte Christina Applegate die vielleicht dusseligste Blondine der TV-Geschichte. Was macht die Sitcom-Ikone heute?

Dumm, dümmer, Kelly Bundy! Als der Blondinenwitz noch in den Kinderschuhen steckte, fungierte Christina Applegate als Kickstarter für unzählige Fips-Asmussen-Nacheiferer auf der ganzen Welt. Am 5. April 1987 schlüpfte die kalifornische Schauspielerin erstmals in die Rolle der Kelly Bundy, die von ihrem Serienpapa Al (gespielt von Ed O’Neill) nur liebevoll “Dumpfbacke” genannt wurde. Das ist heute genau 38 Jahre her.

Als naive, zwischen “auweia!” und “oje!” pendelnde Unterschichttochter katapultierte sie sich quasi über Nacht in den Sitcom-Olymp. 28 Jahre nach dem Ende von “Eine schrecklich nette Familie” stellt sich die Frage: Was macht Christina Applegate heute?

Die bereits im Alter von drei Monaten von ihren Eltern Nancy Priddy und Robert Applegate für einen Spot vor die Kamera gezerrte Christina erkannte ihren beruflichen Werdegang frühzeitig: “Wenn man in Los Angeles geboren ist und schon als Baby eine TV-Rolle spielte, dann ist eine Hollywoodkarriere unausweichlich”, sagte sie mal in einem Interview. So kam es dann auch.

An der Seite des leicht cholerischen Schuhverkäufers Al Bundy, der ebenfalls ziemlich verpeilten Mama Peggy (Katey Segal) und dem nervenden Bruder Bud (David Faustino) zog Christina Applegate alias Kelly Bundy zehn lange Jahre lang alle Blicke auf sich.

Als die Erfolgsserie 1997 beendet wurde, fragten sich viele Fans: Kann Christina Applegate ihre prägnante Vorzeigerolle hinter sich lassen und auch auf anderem Terrain glänzen? Sie blieb den Beweis ihrer künstlerischen Wandelbarkeit nicht lange schuldig.

Egal ob als Leinwandfreundin von Auftragskiller Mark Wahlberg in “The Big Hit”, als Frau mit düsterer Vergangenheit in “Claudine’s Return” oder Seite an Seite mit Cameron Diaz und Selma Blair in “Super süß und super sexy”: Christina Applegate hinterließ auch abseits ihrer Sitcom-Paraderolle große Spuren auf der Leinwand.

Die persönlich größten Momente feierte sie aber erst viele Jahre später. So spielte Applegate 2005 in dem Broadwaymusical “Sweet Charity” die Hauptrolle. “Ich habe schon als Kind Broadwaymusicals geliebt”, sagte sie mal. Hierfür wurde sie für einen Tony Award nominiert.

Zwei Jahre später glänzte Applegate in der Comedyserie “Samantha Who?” als eine unter Gedächtnisverlust leidende Immobilienunternehmerin. Diese Rolle brachte ihr jeweils zwei Emmy-, Golden-Globe- und Screen-Actors-Guild-Award-Nominierungen ein.

Im Rausch des beruflichen Erfolgs genoss Christina Applegate das Rampenlicht nie zur Selbstbeweihräucherung. Der große Trubel und das permanente Stehen in der Öffentlichkeit fungierten zu keiner Zeit als Antrieb: “Von dieser Art von Nebeneffekten meines Berufes habe ich mich immer ferngehalten”, so Applegate.